Skitourenwochenende in Brixen im Thale / Tirol

 

Wir, das waren Heidi, Monika, Toni, Günter, Uwe, Roland und ich, hatten die Ehre vom 27.-30. Januar an einem Skitourenwochenende mit Edgar teilzunehmen. Untergebracht waren wir in einem Selbstversorger-Haus der Sektion Regensburg. Treffpunkt war am Freitag beim Abendessen in unserer Unterkunft. Wie schon bei unserer Vorbesprechung in Amberg angeklungen, wollte Ed mit uns nicht nur auf Skitour gehen, sondern uns auch mit dem notwendigen theoretischen Handwerkszeug ausstatten das man für eine Tour so braucht.

Also setzten wir uns nach dem Abendessen im Besprechungsraum zusammen, und besprachen die Tour vom nächsten Tag. Wir diskutierten Lawinenlage, mögliche Gefährdungspotentiale, und die notwendige Ausrüstung. Ebenso legten wir fest wo ein so genannter Checkpoint notwendig wird, um eine mögliche Gefährdung zu erkennen und daraus Schlüsse für den weiteren Weg zu ziehen. Nach diesem lehrreichen Abend und einer erholsamen Nacht machten wir uns am nächsten Tag daran das Erlernte umzusetzen.

Wir erklommen den Schwarzkogel (2030 m). Die Tour, immer wieder unterbrochen von lehrreichen Inhalten, war sehr schöne „Eingehtour“, mit einer noch relativ guten Abfahrt. Am Rückweg legten wir noch einen Ausbildungsstopp mit Gebrauch der Lawinenverschüttetensuchgeräte, Sonde etc. ein. Den späten Nachmittag verbrachten wir bei Kaffee und Kuchen. Nach dem Abendessen flüchteten wir wieder ins Besprechungszimmer. Eine Gruppe von Regensburgern veranstaltete ein Abendessen mit einem zeitraubenden Mehrgängemenü das sich bis nach Mitternacht hinzog. Wir also, anstatt uns der Völlerei hinzugeben, begaben uns in den Besprechungsraum. Dort standen neben einer Nachbesprechung des heutigen Tages die immer erforderliche Gefahrenanalyse der geplanten Tour und einer Tourenplanung, die uns zu später Stunde noch mathematische Grundkenntnisse abverlangte, auf dem Programm.

Am nächsten Tag, den Sonntag, ging es auf den Tanzkogel (2097m). Nach einem langen „Talhatscher“ ging es dann bei strahlendem Sonnenschein gen Berg. Unser Anstieg wurde heute nicht nur durch lehrreiche Stopps, sondern auch durch stollende Felle unterbrochen. Doch die Besteigung des Gipfels ist nur die halbe Miete, und so folgte dem moderaten Anstieg eine rassige Abfahrt bei der wir viele Facetten einer Skitouren Abfahrt erleben sollten. Über Anfangs Powder brachen wir durch Bruchharsch in einen Wald ein, wo wir nach der Querung eines Steilhangs (natürlich in gebührlichem Abstand), einer steilen Abfahrt durch den Wald und einer Überquerung einer schmalen Brücke wieder den Zustiegsweg erreichten und uns nun zurück zum Auto schoben.

Die Tour endete wieder bei Kaffee und Kuchen. Zum Abendessen zeigten unsere Köche was sie so draufhaben, und zauberten ein Dreigängemenü mit Salat, Kartoffelauflauf und Obstsalat.

Der Abend endete in gewohnter Manier bei Fachgesimpel über den heutigen und den morgigen Tag. Übrigens immer unterstützt von Ed und seinen Laptop, auf dem alles gespeichert zu sein schien, was man so zu einer Skitour benötigt.

Für den letzten Tag haben wir uns den Breiteggern (1981m), genauer gesagt dessen Nordhang ausgesucht.

Wir fuhren also nachdem wir gepackt, bezahlt und uns verabschiedet hatten in die Wildschönau. Wir hatten einen teilweise steilen, meist im Schatten liegenden Anstieg. Erreichten gegen Mittag den sonnigen Gipfel und genossen nach einer kurzen Rast eine zumindest im oberen Teil herrliche Abfahrt. Auf den letzten Metern durften wir noch unsere Bruchharsch- und Sulzqualitäten beweisen.

Zum Schluss möchte ich mich im Namen Aller bei Ed für dieses schöne sowie lehrreiche Wochenende bedanken und der Hoffnung Ausdruck verleihen ( ich sollte in die Politik gehen) dass noch viele derartige Wochenende folgen.

 

Wolfgang