Skitourenübungswochenende Februar 2004

 

 

 

 

 

 

Am letzten Wochenende im Februar hatten wir, 8 Skitourenbegeisterte aus Schwandorf und Amberg, das Vergnügen unserem Skihochtourenfachübungsleiter als erste Versuchskaninchen zur Verfügung zur stehen.

Dazu reisten wir am Samstag in Krün an, bezogen nach einer kurzen Begrüßung unsere Zimmer in Frühstückspensionen, wechselten in unsere Skitourenmonturen und fuhren nach Mittenwald, um hier am Nachmittag noch den Kranzberg zu besteigen.

Nach einer kurzen Einweisung über den Gebrauch des Lawinenverschüttetengerätes (Piepser!) sowie den vermutlichen Ablauf des Nachmittags starteten wir. Über eine wenig befahrene, aber von Tourengehern stark frequentierte, Piste dann durch Wald und im freien Gelände ging es immer wieder unterbrochen durch Trainingseinheiten wie: Schneeprofil graben, Hangneigung schätzen und dann messen, Beurteilung der Lawinengefahr zur Gipfelhütte. Nach einer kurzen Rast stürzten wir uns die Hänge gen Tal hinunter, wieder unterbrochen von Lehrinhalten diesmal die Suche nach vergrabenen Lawinenverschüttetengeräten.

Bald aber erreichten wir das Tal, unsere Unterkunft und die Dusche.

Beim gemeinsamen Abendessen legten wir nochmals eine Theorieeinheit ein, und unterhielten uns vor allem über den Gebrauch der Snowcard.

Am nächsten Tag( Sonntag) wollten wir den Herzogstand besteigen. Wir machten uns bei Schneefall auf den Weg , in dem Glauben heute die Einzigen zu sein, zum Parkplatz an der Kesselfallstraße. Wir wurden aber bald eines Besseren belehrt, denn es gibt halt kein schlechtes Wetter sondern nur schlechte Kleidung, und die haben die modernen Tourengeher nicht.

So machten wir uns in Gesellschaft von vielen Tourengehern auf den Weg zum Herzogstand. Diesmal ein Anstieg ohne Unterbrechung aber in einem für alle akzeptablen Tempo.

Beim Gipfelanstieg fragten sich sicherlich einige: "Wie komme ich da wieder runter?"  

Leider war die Aussicht von der Gipfelhütte auf wenige Meter beschränkt, so dass wir nach der prophylaktischen Frage unseres Führers "Es hat doch keiner Schwierigkeiten den Hang runter zu fahren", das Abfahrtsmassaker begannen.

 

Nach einer kräftigenden Pause im Herzogstandhaus starteten wir die Abfahrt ins Tal, wieder unterbrochen durch eine Praxisübung: Suchen von verschütteten Rucksäcken mit und ohne aktiviertem Lawinenverschüttetengerät, sowie die Suche nach mehrfach Verschütteten mit der Dreikreismethode.

 

Nach einer kurzen Restabfahrt war dann dieses schöne und durchaus lehrreiche Wochenende vorbei, und vielen von uns war klar, dass dies nicht die letzte Unternehmung mit unserem frischgebackenen Skihochtourenführer war.

 

 

 

Wolfgang Birke