Unsere erste Sektionsfahrt 2004 führte
uns auf die neue Regensburger Hütte im Stubaital, auch wenn
ein
Kartenausschnitt im Mitteilungsblatt glauben machte, daß wir zur alten
Regensburger Hütte fahren.
Wir starteten also am Freitag, den 23.07. morgens um 7:00 im voll besetzten Bus Richtung Falbeson im Stubaital. Nach einer fast staufreien Fahrt zeitweise im Regen erreichten wir zum vorgesehen Zeitpunkt den Parkplatz am Waldcafe in Falbeson.
Die 1000 Höhenmeter zur Hütte bewältigte der eine schnell der andere eher gemütlich. Auf jeden Fall waren abends alle Zimmer bezogen, alle Teilnehmer gewaschen und wir konnten uns das übrigens empfehlenswerte Essen in der für uns reservierten alten Stube schmecken lassen.
Der Samstag war bei, entgegen allen Wettervorhersagen, regnerischem Wetter und
nicht der ideale Bergtag, wurde jedoch von
den
Teilnehmern zu verschiedenen Touren genutzt. So wurde von Einigen die östl.
Knotenspitze erklommen, eine kleine Gruppe bestieg die Ruderhofspitze, und
Andere begannen nach einem kleinen Spaziergang frühzeitig mit einem Früh-Dämmerschoppen.
Das sicherlich für lange Zeit einzigartige Ereignis bot aber der letzte Tag. Alle Namen und Schuhgrößen im folgenden Text sind frei erfunden, die Geschichte jedoch traurige Wahrheit.
Nach dem Frühstück, draußen regnete es noch, und der Himmel war wolkenverhangen, entschieden wir uns die Heimreise bereits um 14:00 anzutreten. So folgte dem Frühstück eine hektische Aufbruchstimmung, und die Ersten machten sich auf Richtung Bus. Plötzlich stellte J. fest dass seine Wanderstiefel Größe 13 ½ ! verschwunden waren, und statt dessen das selbe Modell in Größe 9 ½ noch im Regal stand. Alles Suchen und Fragen half nicht, die Schuhe waren nicht aufzutreiben. Auch konnten keine annähernd der Größe entsprechenden Alternativen gefunden werden. So entschieden sich G. und ich im Eilabstieg zum Bus zu gehen, die Turnschuhe von J. in die Materialseilbahn zu laden um ihm so einen Abstieg zu ermöglichen.
In der Zwischenzeit waren die Ersten in
der Ochsenalm eingekehrt, und rissen ihre Witze über die wundersame Fußvergrößerung.
Auch S. beteiligte
sich an dieser
durchaus lustigen Unterhaltung. Als S. den restlich Abstieg in Angriff nahm,
wollte er seine etwas locker gebundenen Schuhe
nachbinden, doch was musste er feststellen, er war auf sehr großen Fuß
unterwegs ins Tal nämlich statt Schuhgröße 9 ½
die Größe 13 ½.
Der Rest ergab sich dann von selbst, S. drehte um J. ging ihm mit seien Schuhen unterm Arm entgegen, und mit einer leichten Verspätung traten wir, mittlerweile bei strahlendem Sonnenschein die Heimreise an.
Und die Moral von der Geschicht? verate ich nicht.
Wolfgang