Bericht über Schneeschuhtour 28.–30.01.05

Nach kurzer Ausrüstungskontrolle für alle wichtigen Teile (Schneeschuhe, Lawinenpieps, Wärmflasche usw.) starteten wir leicht verspätet um 14°° in Amberg. Wir, das sind: Gisela und Wolfgang, Ines und Uwe, Evi und Hermann, Sigrid und Wolfgang, Doris und Günter, Birgit und Reiner, Brigitte und Jochen, Renate und GeSie sowie als einzige Single und auch Neuling in der Sektion Melanie. Nach relativ problemloser Fahrt mit nur kurzem Stau hinter München und leichtem Schneefall ab Weyarn erreichten wir pünktlich am späten Nachmittag den Spitzingsee, wo wir uns in einem Sportgeschäft die noch fehlenden Schneeschuhe ausliehen.
Da der Zustieg zur Albert-Link-Hütte nicht mal eine 'guate halbe Stund' ausmachte, brauchten wir auch auf das Rucksackgewicht kein großes Augenmerk legen. Bei der Verteilung der Schlafplätze in den zwei Lagern bewies ich, wie sich im Nachhinein herausstellte, eine sehr glückliche Hand, da die Wenigschnarcher in einem eigenen Lager unter sich waren. Nach dem reichlichen Abendessen machten wir nach Rücksprache mit dem Hüttenwirt die Tourenplanung für den nächsten Tag, die wegen der immer noch erheblichen Lawinengefahr etwas Fingerspitzengefühl brauchte. Es folgten noch eine kurze Funktionskontrolle und Einweisung in den Gebrauch der Lawinenpiepser.
Samstag Frühstück 7³°, der Abmarsch war dann wegen des sehr reichlichen Frühstückes nicht vor 9°° zu bewerkstelligen. Gisela und Renate, die sich einen gemütlichen Tag im Tal machen wollten, wünschten uns noch alles Gute, als wir uns bei eisigen 10 Grad unter Null auf den Weg Richtung Schönfeldhütte machten, wo wir dann unsere Schneeschuhe anlegten. Nach kurzen Startschwierigkeiten wegen nicht festsitzender Schneeschuhe war dann trotz der Schneeschuhe Spurarbeit manchmal bis über die Knie angesagt. Wie hätte das wohl ohne Schneeschuhe ausgesehen? Abwechselnd spurten Wolfgang, Hermann, Uwe und GeSie im zum Teil steilen Gelände Richtung Schnittlauchmoosalm. Nach kurzem Zwischenstopp auf der Benzingspitz ging's weiter zum Jägerkamp (1745 m), wo wir uns aber wegen der kalten Temperatur nicht lange aufhielten. An der Schnittlauchmoosalm machten wir bei strahlend blauem Himmel und perfektem Pulver die wohlverdiente Mittagsrast. Beim Weiterweg Richtung Taubenstein kam uns ein Skitourengeher entgegen, der sich tatsächlich als der Michael Pause herausstellte.
Vor dem Rauhkopf verabschiedeten sich dann drei der Teilnehmer Richtung Tal, der Rest kämpfte sich über den Rauhkopf zum Taubensteinsattel. Der Großteil der Gruppe zog es dann vor, zur Maxlraineralm abzusteigen und noch gemütlich eine Kaffeepause einzulegen, während Wolfgang, Evi, Hermann und Günter unbedingt noch eine Schlittenfahrt vom Rotwandhaus machen wollten, weshalb sie die lange Querung einschl. zweier kräftiger Gegenanstiege über den Lempersberg zum Rotwandhaus in Angriff nahmen. Auf der Albert-Link-Hütte erwarteten uns schon Gisela und Renate, die der Oberen Firstalm einen Besuch abgestattet hatten. Nach Einbruch der Dunkelheit tauchten dann auch unsere Schlittenfahrer auf, so dass dem wieder reichlichen Abendessen nichts mehr im Wege stand.
Frühstück,
alles im Nebel. Aber der Wetterprophet in unserer Gruppe hatte schönes Wetter
bestellt und tatsächlich spitzten bald die ersten Sonnenstrahlen durch das Grau,
den Tag erlebten wir dann wieder bei eisig kaltem, aber herrlichstem Bergwetter.
Nach dem Frühstück und Erledigung der Zahlungsmodalitäten starteten wir vorbei
am Spitzingsee Richtung Firstalmen. Dort nahmen wir den Aufstieg auf
mittlerweile zerfurchtem Hang zur Brecherspitz in Angriff. Auf den zwar heiklen,
aber sicher möglichen Übergang zum Sommergipfel verzichteten wir dann aus
zeitlichen Gründen, schließlich stand die Heimfahrt nach Amberg auch noch auf
dem Programm. Nach kurzem Abstieg im unberührten stiebenden Pulverschnee
erreichten wir auf der Rodelbahn wieder den Spitzingsee.
Ein traumhaftes Wochenende bei optimalen Schneeverhältnissen und super Wetter war zu Ende und wir traten zufrieden die Heimfahrt an.
GeSie