Gaichtspitze, 26.11.05

 

Ende November fuhren wir drei

Jugendleiter Heiko, Uwe und GeSie

zusammen mit unserer Jugendgruppe

und einigen Eltern zur Weihnachtsfeier

ins Tannheimer Tal zum Haldenseehaus.

Die Aufgabenverteilung dabei war klar

geregelt. Unter dem Kommando von Uwe

und Heiko hatte die Jugend das Haus in

Ordnung zu halten und fürs Essen zu sorgen.

Ich wiederum sollte den beiden den

Rücken freihalten von nervigen Eltern.

Also plante ich für den Samstag eine Bergtour. Verwöhnt von den schneearmen Wintern der letzten

Jahre als knackige Bergtour angekündigt, wollte ich dem Klettergipfel Gimpel auf dem immer noch

an spruchsvollen Normalweg zu Leibe rücken. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch

die Rechnung. Ordentlich Neuschnee ließ diese und auch die anderen ins Auge gefassten Touren

ins Wasser bzw. in den Schnee fallen. Meine Wahl fiel schließlich auf die Gaichtspitze, immerhin

gepriesen als Aussichtsgipfel ins Lechtal und untere Tannheimer Tal.

So stapften wir in aller Früh von Gaicht aus bei minus 10°C und

strahlend blauem Himmel los. Der Schneefall der letzten Tage

erwies sich jetzt als Glücksfall, denn eine verschneite und

unverspurte Landschaft breitete sich vor uns aus. Wir, das

waren: Annette, Andrea, GeSie, Uli, Rolf, Ines und Inge.

Bereits nach wenigen Metern war Spurarbeit angesagt,

über weite Teile des Anstiegs versanken wir zum Teil bis

zu den Knien im Neuschnee. Richtig anstrengend wurde

es dann am freien Gipfelhang, wo kein Weg mehr zu

erkennen war und wir deswegen in der weißen Fläche

immer wieder bis zur Hüfte im Schnee wühlten. Wie

dankbar wären wir jetzt für Schneeschuhe gewesen.

Aber schließlich nahm auch diese Plackerei ein Ende und

unter mittlerweile grauem Himmel erreichten wir auf  1986 m

den Gipfel der Gaichtspitze. Für die 900 Höhenmeter hatten

wir 4 Stunden gebraucht. Ein kalter Ostwind vertrieb uns bald

wieder und in gerade mal 1 ½ Stunden rannten wir fast den

Berg wieder hinunter, schließlich warteten auf der Hütte Kaffee

und Kuchen auf uns.

 

Fazit: Ein würdiger Abschluß für eine Verlegenheitslösung, die sich als knackige Winterbergtour entpuppte.

 

                                                                                                                                                      GeSie