Cleopatra
Bergtouren stecken voller Überraschungen. So auch unsere Mehrtagestour um den Hochkönig, die von Josef wieder bestens vorbereitet war. Von Saalfelden aus geht’s auf die Peter-Wichentaler-Hütte, auf der wir zur Abendessenszeit eintreffen.
Wir, das sind Günther, Johann, Josef, Toni, sowie Maria und Monika.

Nach einer etwas turbulenten Nacht, starten wir am Samstag zu unserer ersten Klettersteigtour in Richtung Persailhorn.
Nach dem Anseilen am Einstieg gesellt sich plötzlich noch jemand zu uns -Cleopatra-. Wer das ist ? Nun die kleine Katze des Hüttenwirts der Peter-Wichentaler-Hütte. Früh morgens hat sie sich schon einer Gruppe aus Regensburg angeschlossen. Da ihr das Warten am Einstieg zu lange dauerte, geht sie kurzer Hand mit uns weiter. An den ersten steilen Passagen kehr sie schon um, denken wir. Weit gefehlt, Cleopatra meistert selbst ausgesetzte Stellen und Steilstufen seilfrei, wenn auch manchmal mit dem klassischen „Katzenjammer“.
So erreichen wir den Gipfel des Persailhorn. Nach kurzer Gipfelrast, bei der Cleopatra von uns mit verpflegt wird, geht’s weiter. Und wie könnte es anders sein, betreut von unseren Mädels, steht die kleine Katze plötzlich im Mittelpunkt unserer Gruppe. Über Mitterhorn und Breithorn gelangen wir schließlich zum Riemanhaus, wo Cleopatra bestens bekannt ist und vom Hüttenpersonal versorgt wird. Als sie am Abend vom Hüttenwirt wieder abgeholt wird, blicken wir wehmütig unserer neuen Bergkameradin hinterher.
Mit Josefs bekanntem Ruhetag starten wir am Sonntagmorgen flotten Schrittes auf die Schönfeldspitze, die uns mit einer herrlichen Aussicht belohnt. Zurück zur Hütte und Abstieg ins Tal. Die Einwände Johanns, wir seien auf der Flucht, finden wenig Beachtung - Kaffeetrinken im Tal, Umsetzen und Aufstieg zur Erichhütte.
Montagmorgen Start zum Hochkönig: 700 HM geht es zum Einstieg des neuen Klettersteigs. Doch das Wetter spielt nicht mit - Regen. Nach kurzer Beratung entscheiden wir uns für den Normalweg, dann Umkehr. Auf dem Rückweg plötzlich Sonnenschein. Kurze Beratung, dann über den Klettersteig zur Grandlspitze.
Vier tolle Bergtage klingen aus. Und als über dem Kaiser ein Gewitter hinwegzieht, sind wir bereits auf dem Nachhauseweg.
Toni