FAMILIENGRUPPE

 

des deutschen Alpenvereins – Sektion Amberg

 

 

Wanderung bei Ensdorf – 03.10.2008

 

 

 

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Wenn es dem Esel zu wohl wird, dann geht er auf´s Eis, so sagt man. Na ja und wenn es der Familiengruppe zu gut geht, dann läuft sie eben über´s Wasser, natürlich mit einem Seil unter den Füßen, denn wenn es dem Alpenverein an einem nicht mangelt, dann sind es Seile. Und wie wir nun alle wissen, benötigt man für eine Überfahrt, oder gewissermaßen Überlauf der sicheren Art immerhin drei Seile, und zwar so lange, dass sie von einem Ufer zum andern reichen und außerdem noch eine Schnur mit einem Gewicht dran, aber immer hübsch der Reihe nach.

Erst einmal trafen sich alle vor dem Kloster Ensdorf um gemeinsam festzustellen, dass es doch kälter ist als ursprünglich der Blick aus der geheizten Wohnung nach draußen vermuten ließ. Aber das kann ein Mitglied des Alpenvereins nicht schrecken und zusammen mit einem Begrüßungstanz zum Aufwärmen ging es dann auch schon los, schließlich musste noch die Himmelsleiter erklommen werden (siehe Bild unten). Direkter geht´s nun wirklich nicht, vom Vorhof des Klosters über etwa ..., (hat sie jemand gezählt?) na eben viele, viele Stufen zur Himmelspforte. Jedenfalls konnte man den Eindruck gewinnen, wenn man etwas außer Atem am Ende der Treppe vor dem riesigen Kruzifix ankam.

Dann nach einer kurzen Verschnaufpause mit Fotoshooting hieß es für einen kleinen Stoßtrupp von vier Mann wieder treppab. Darunter ein staatlich geprüfter Flussüberquerer mit Knotendiplom, eine ebenfalls seilkundige Führungskraft und zwei Hilfskräfte zur Unterstützung. Nachdem zwei Bäume begutachtet und für gut befunden wurden, begann man mit dem verspannen der Seile über dem Fluss. Dazu wurde dann auch die Schnur mit dem Gewicht benötigt, letzteres wurde, natürlich mit der daran befestigten Schnur, über den Fluss geworfen, um damit wiederum die Seile von einem Ufer zum anderen zu ziehen. Dann konnten auch die Seile an den Bäumen befestigt und gespannt werden, wofür wiederum die zwei Hilfskräfte gebraucht wurden, denn gut gespannt ist in diesem Fall die halbe Miete.

Schließlich stand die Konstruktion und wir waren fast so gespannt wie die Seile, ob auch alle Kinder eine Flussüberquerung wagen würden. Gerade als wir mit der Arbeit fertig waren, kam der Rest der Gruppe samt Nancy, eine Eselin, die sich der Wanderung mit ihrem Frauchen angeschlossen hatte, von der Wanderung zurück. Doch bevor es dann ans Abenteuer ging, erst noch eine kleine Stärkung, soll ja nicht nur gut für den Magen, sondern auch beruhigend für die Nerven sein.

Zwischendurch aber noch eine kleine Bastelarbeit, die Kinder sollten auf ihrer Wanderung im Wald Baumrinde sammeln, um daraus Boote zu basteln und ein kleines Rennen auf dem Fluss zu veranstalten. Dabei liefen recht ansehnliche Yachten und andere stolze Schiffe vom Stapel, die sich hinaus auf die weite Vils wagten um dort Wind und Wellen zu trotzen. Vielleicht würde man dereinst eine Nachricht aus fernen Ländern erhalten über den Verbleib …

 

Doch nun zum Höhepunkt des Tages, es machten sich die ersten Kids schon mal neugierig auf die Suche nach der Stelle, wo man über´s Wasser gehen können sollte. Nancy verabschiedete sich vorher, wahrscheinlich hatte sie solcherlei Veranstaltungen bereits zur Genüge absolviert und noch einmal über ein Seil gehen, noch dazu ohne Netz, das muss nun wirklich nicht sein.

Ach ja, Netz, selbstverständlich waren alle, die sich auf´s Seil wagten mit Klettergurt und zweimal Karabinerhaken bestens gesichert. Allen Befürchtungen zum Trotz, die man vielleicht hätte haben können, liefen alle Kinder ohne zu zögern über die Vils, manche sogar mehrmals und hätten wir nicht irgendwann wieder abbauen müssen, hätte der eine oder andere wohl gar nicht mehr aufgehört.

Der Vollständigkeit halber sei gesagt, dass auch einige der Damen sich auf die Reise über das breite Wasser wagten.

Fazit dieses wunderschönen Tages, ein voller Erfolg und das nächste mal werden wir dann die Donau überqueren, oder?!?

 

 

Wolfgang Sturm

 

 

 

P.S.: Nancy ist übrigens jedes Jahr in der Krippe auf dem Amberger Weihnachtsmarkt zu bewundern.

 

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